Samstag, 04.02.2012

Bund treibt künftig Verkehrsbußen aus EU-Ländern ein

03.02.2010

Die Bundesregierung will künftig Knöllchen eintreiben, die im EU-Ausland gegen deutsche Autofahrer verhängt wurden. Ein Sprecher des Bundesjustizministeriums bestätigte in Berlin einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung. Demnach sieht ein am 13. Januar im Kabinett beschlossener Gesetzesentwurf vor, dass Geldbußen aber erst ab einer Höhe von 70 Euro vollstreckt werden.

Mit dem Gesetzentwurf wird dem Sprecher zufolge ein Rahmenbeschluss der EU von 2005 über die Vollstreckung von ausländischen Geldstrafen und Geldbußen umgesetzt. Um die Bußgelder eintreiben zu können, will Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) der Zeitung zufolge das Personal im zuständigen Bundesamt für Justiz aufstocken.

In der Behörde sollen ab Oktober insgesamt 99 neue Stellen entstehen. Die veranschlagten zusätzlichen Personalkosten beliefen sich auf rund sechs Millionen Euro pro Jahr, heißt es in dem Bericht weiter. Erwartet würden zusätzliche Bußgeldeinnahmen von mindestens neun bis zehn Millionen Euro jährlich.

© AFP - Agence France Presse

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