Im ersten Halbjahr 2010 habe es fast 69.500 Verbraucherinsolvenzen gegeben, teilte Bürgel mit. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum habe dies einem Zuwachs von knapp 13 Prozent entsprochen. Hauptursache für Privatinsolvenzen sei unter anderem Arbeitslosigkeit, die krisenbedingt noch immer hoch sei, sagte ein Bürgel-Sprecher.
Besonders viele Verbraucherinsolvenzen gebe es in den nördlichen Bundsländern, teilte Bürgel mit. In Bremen etwa kämen auf 100.000 Einwohner 167 Privatpleiten. In Niedersachsen seien es 115, in Schleswig-Holstein 114. Der Bundesdurchschnitt liege bei 85 Verbraucherpleiten je 100.000 Einwohner.
Besonders wenige Privatinsolvenzen gebe es hingegen in Bayern (63 je 100.000 Einwohner) sowie Baden-Württemberg und Thüringen (je 68). Zugenommen habe die Zahl der Privatinsolvenzen in der ersten Jahreshälfte jedoch in allen Bundesländern, teilte Bürgel mit. Bürgel ist unter anderem auf Bonitätsauskünfte spezialisiert und damit ein Konkurrent der Schufa.
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