Sonntag, 19.02.2017

Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG)

§ 28: Stundung

Absatz (1)

[1] Gehört zum Erwerb Betriebsvermögen oder land- und forstwirtschaftliches Vermögen, ist dem Erwerber die darauf entfallende Erbschaftsteuer auf Antrag bis zu 10 Jahren zu stunden, soweit dies zur Erhaltung des Betriebs notwendig ist. [2] Die §§ 234 und 238 sind anzuwenden; bei Erwerben von Todes wegen erfolgt diese Stundung zinslos. [3] § 222 bleibt unberührt.

Absatz (2)

Absatz 1 findet in den Fällen des § 1 Abs. 1 Nr. 4 entsprechende Anwendung.

Absatz (3)

[1] Gehört zum Erwerb begünstigtes Vermögen im Sinne des § 13 c Abs. 3, ist dem Erwerber die darauf entfallende Erbschaftsteuer auf Antrag bis zu 10 Jahren zu stunden, soweit er die Steuer nur durch Veräußerung dieses Vermögens aufbringen kann. [2] Satz 1 gilt entsprechend, wenn zum Erwerb ein Ein- oder Zweifamilienhaus oder Wohneigentum gehört, das der Erwerber nach dem Erwerb zu eigenen Wohnzwecken nutzt, längstens für die Dauer der Selbstnutzung. [3] Nach Aufgabe der Selbstnutzung ist die Stundung unter den Voraussetzungen des Satzes 1 weiter zu gewähren. [4] Die Stundung endet in den Fällen der Sätze 1 bis 3, soweit das erworbene Vermögen Gegenstand einer Schenkung im Sinne des § 7 ist. [5] Absatz 1 Satz 2 und 3 gilt entsprechend.

Zu § 28: Geändert durch G vom 24. 12. 2008 (BGBl I S. 3018).

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