Freitag, 24.11.2017

Umsatzsteuergesetz (UStG)

§ 14 a: Zusätzliche Pflichten bei der Ausstellung von Rechnungen in besonderen Fällen

Absatz (1)

Führt der Unternehmer eine sonstige Leistung im Sinne des § 3 a Abs. 2 im Inland aus und schuldet für diese Leistung der Leistungsempfänger die Steuer nach § 13 b Absatz 1 und 5 Satz 1, ist er zur Ausstellung einer Rechnung verpflichtet, in der auch die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Unternehmers und die des Leistungsempfängers anzugeben sind.

Absatz (2)

Führt der Unternehmer eine Lieferung im Sinne des § 3 c im Inland aus, ist er zur Ausstellung einer Rechnung verpflichtet.

Absatz (3)

[1] Führt der Unternehmer eine innergemeinschaftliche Lieferung aus, ist er zur Ausstellung einer Rechnung verpflichtet. [2] Darin sind auch die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Unternehmers und die des Leistungsempfängers anzugeben. [3] Satz 1 gilt auch für Fahrzeuglieferer (§ 2 a). [4] Satz 2 gilt nicht in den Fällen der §§ 1 b und 2 a.

Absatz (4)

[1] Eine Rechnung über die innergemeinschaftliche Lieferung eines neuen Fahrzeugs muss auch die in § 1 b Abs. 2 und 3 bezeichneten Merkmale enthalten. [2] Das gilt auch in den Fällen des § 2 a.

Absatz (5)

[1] Führt der Unternehmer eine Leistung im Sinne des § 13 b Absatz 1 und 2 aus, für die der Leistungsempfänger nach § 13 b Absatz 5 die Steuer schuldet, ist er zur Ausstellung einer Rechnung verpflichtet. [2] In der Rechnung ist auch auf die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers hinzuweisen. [3] Die Vorschrift über den gesonderten Steuerausweis in einer Rechnung (§ 14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 8) findet keine Anwendung.

Absatz (6)

[1] In den Fällen der Besteuerung von Reiseleistungen (§ 25) und der Differenzbesteuerung (§ 25 a) ist in der Rechnung auch auf die Anwendung dieser Sonderregelungen hinzuweisen. [2] In den Fällen des § 25 Abs. 3 und des § 25 a Abs. 3 und 4 findet die Vorschrift über den gesonderten Steuerausweis in einer Rechnung (§ 14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 8) keine Anwendung.

Absatz (7)

[1] Wird in einer Rechnung über eine Lieferung im Sinne des § 25 b Abs. 2 abgerechnet, ist auch auf das Vorliegen eines innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäfts und die Steuerschuldnerschaft des letzten Abnehmers hinzuweisen. [2] Dabei sind die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Unternehmers und die des Leistungsempfängers anzugeben. [3] Die Vorschrift über den gesonderten Steuerausweis in einer Rechnung (§ 14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 8) findet keine Anwendung.

Zu § 14 a: Geändert durch G vom 19. 12. 2008 (BGBl I S. 2794) und 8. 4. 2010 (BGBl I S. 386) (1. 7. 2010).

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