Freitag, 24.11.2017

Umsatzsteuergesetz (UStG)

§ 23 a: Durchschnittssatz für Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen im Sinne des

Absatz (1)

[1] Zur Berechnung der abziehbaren Vorsteuerbeträge (§ 15) wird für Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen im Sinne des § 5 Abs. 1 Nr. 9 , die nicht verpflichtet sind, Bücher zu führen und auf Grund jährlicher Bestandsaufnahmen regelmäßig Abschlüsse zu machen, ein Durchschnittssatz von 7 % des steuerpflichtigen Umsatzes, mit Ausnahme der Einfuhr und des innergemeinschaftlichen Erwerbs, festgesetzt. [2] Ein weiterer Vorsteuerabzug ist ausgeschlossen.

Absatz (2)

Der Unternehmer, dessen steuerpflichtiger Umsatz, mit Ausnahme der Einfuhr und des innergemeinschaftlichen Erwerbs, im vorangegangenen Kalenderjahr 35 000 EUR überstiegen hat, kann den Durchschnittssatz nicht in Anspruch nehmen.

Absatz (3)

[1] Der Unternehmer, bei dem die Voraussetzungen für die Anwendung des Durchschnittssatzes gegeben sind, kann dem Finanzamt spätestens bis zum 10. Tag nach Ablauf des 1. Voranmeldungszeitraums eines Kalenderjahres erklären, dass er den Durchschnittssatz in Anspruch nehmen will. [2] Die Erklärung bindet den Unternehmer mindestens für 5 Kalenderjahre. [3] Sie kann nur mit Wirkung vom Beginn eines Kalenderjahres an widerrufen werden. [4] Der Widerruf ist spätestens bis zum 10. Tag nach Ablauf des 1. Voranmeldungszeitraums dieses Kalenderjahres zu erklären. [5] Eine erneute Anwendung des Durchschnittssatzes ist frühestens nach Ablauf von 5 Kalenderjahren zulässig.

Zu § 23 a: Geändert durch G vom 10. 10. 2007 (BGBl I S. 2332).

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