Freitag, 31.10.2014

Die besondere Veranlagung im Jahr der Eheschließung

Im Jahr der Eheschließung können Sie sich statt für die getrennte Veranlagung auch für die besondere Veranlagung (§ 26 c EStG) entscheiden, wenn dies steuerlich günstiger ist. Sie werden dann trotz Heirat steuerlich letztmals wie Alleinstehende mit Einzelveranlagung behandelt (außer beim Entlastungsbetrag für Alleinerziehende) und nach dem Grundtarif besteuert.

Diese Veranlagungsart bringt einen Vorteil für Witwer/Witwen, die im Jahr nach dem Tod ihres früheren Ehegatten wieder heiraten, wenn beide Ehegatten eigene Einkünfte haben. Das sog. »Witwen- oder Gnadensplitting« - Besteuerung des Verwitweten nach dem Splittingtarif - bleibt dann nämlich erhalten unter insgesamt dreimaliger Ausnutzung des Grundfreibetrages.

Die besondere Veranlagung muss von beiden Ehegatten gemeinsam durch Ankreuzen des entsprechenden Kästchens auf der Seite 1 des Mantelbogens beantragt werden (R 26 Abs. 4 EStR 2008). Werden sich die Ehegatten darüber nicht einig, kommt es zur Zusammenveranlagung, falls nicht einer der Ehegatten ausdrücklich die getrennte Veranlagung wählt.

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