Samstag, 25.10.2014

Der Aufteilungsschlüssel

Die einfachste Aufteilung der Kosten erfolgt anhand der Wohnflächen der einzelnen Räume. Zulässig ist auch die Aufteilung nach der Nutzfläche, die die Flächen der Nebenräume wie z.B. Abstellraum oder Waschraum mit einschließt. Je größer die selbst genutzten Nebenräume im Vergleich zu den vermieteten Räumen sind, umso eher sollten Sie nach der Wohnfläche statt nach der Nutzfläche abrechnen.

Sie kaufen ein Zweifamilienhaus mit einer Wohnfläche von 150 m2. Die kleinere Einliegerwohnung ist 60 m2 groß und wird vermietet, die Hauptwohnung von 90 m2 nutzen Sie selbst. Damit entfallen 40 % der Wohnfläche auf den vermieteten Teil und 60 % auf den selbst genutzten Teil. Die nicht direkt zurechenbaren Aufwendungen werden somit im Verhältnis 40:60 aufgeteilt. Bei Anschaffungskosten für das Gebäude (ohne Grund und Boden) von € 200.000,00 werden somit € 80.000,00 der Bemessungsgrundlage für die Abschreibung bei Vermietung zugeordnet.

Die Wohnfläche Ihres Hauses wurde bisher nach der Zweiten Berechnungsverordnung (§§ 42-44 II. BV) berechnet. Wird seit 1.1.2004 die Wohnfläche neu ermittelt, gilt die Wohnflächenverordnung. Nach dieser neuen Verordnung ermitteln sich z.B. die Grundflächen nach dem Abstand zwischen den Wänden, während nach der II. BV die um 3 % gekürzten Rohbaumaße zugrunde zu legen waren. Und die Grundflächen für Balkone, Loggien, Dachterrassen werden jetzt nur noch zu einem Viertel angerechnet. Haben Sie die Wohnfläche schon vor dem 1.1.2004 (nach der II. BV) berechnet, brauchen Sie nichts zu ändern.

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