Freitag, 22.09.2017

Nur Gewerbetreibende zahlen Gewerbesteuer

Gewerbesteuer müssen Unternehmer bezahlen, die gewerbliche Enkünfte erzielen, soweit der Gewerbebetrieb im Inland betrieben wird. Der Einkommensteuerbescheid ist für die Gewerbesteuer aber nicht bindend. Jeder Gewerbebetrieb eines Unternehmers wird für sich betrachtet. Keine Gewerbesteuer fällt an, wenn Sie Einkünfte aus selbstständiger Arbeit (Freiberufler) haben. Aber: Die Aufnahme eines gewerblich tätigen Gesellschafters in eine Personengesellschaft oder deren geringfügig gewerblichen Nebeneinkünfte machen aus den freiberuflichen Einkünfte gewerbliche Einkünfte ( Abfärberegelung gemäß § 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG. Betreiben Sie Ihr Gewerbe in der Rechtsform eines Einzelunternehmens oder einer Personengesellschaft, müssen Sie nur dann eine Gewerbesteuererklärung abgeben, wenn Ihr Gewerbeertrag den Freibetrag übersteigt. Eine GmbH muss dagegen immer eine Gewerbesteuererklärung erstellen, was aber nicht für eine Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartGmbH) gilt (OFD NRW 12.12.2013, DB 2014 S. 214).

Ihre Gewerbesteuererklärung müssen Sie bis zum 31. 5. des Folgejahres (ab 2011 elektronisch, also per Elster) beim Betriebsfinanzamt (Finanzamt des Bezirks, in dem sich die Geschäftsleitung Ihres Gewerbebetriebs befindet) einreichen mit Verlängerungsmöglichkeit bis zum 31. 12. Die Gewerbesteuer wird von der Gemeinde erhoben, in der Ihr Betrieb liegt. Von dieser erhalten Sie den Gewerbesteuerbescheid. Unterhalten Sie in mehreren Gemeinden eine Betriebsstätte oder haben Sie im Laufe des Jahres Ihren Betrieb in eine neue Gemeinde verlegt, müssen Sie bei Ihrem Betriebsfinanzamt auch noch eine Zerlegungserklärung abgeben. Das Betriebsfinanzamt verteilt dann den einheitlichen Steuermessbetrag auf die einzelnen Gemeinden. Darüber erhalten Sie dann einen Zerlegungsbescheid.

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