Sonntag, 21.09.2014

Die Pauschalversteuerung

Der Arbeitslohn aus einem 400-Euro-Job bleibt für den Beschäftigten steuerfrei, auch wenn er eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung ausübt. Der Arbeitgeber zahlt eine Pauschalsteuer von 2 % des Arbeitslohns, mit der die Steuer abgegolten ist (§ 40 a Abs. 2 EStG), auch der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer (egal, ob der Arbeitnehmer in der Kirche ist oder nicht). Voraussetzung ist, dass der Arbeitgeber den Pauschalbeitrag an die gesetzliche Rentenversicherung entrichtet. Der Arbeitgeber zahlt die Pauschalsteuer zusammen mit den Pauschalbeiträgen zur Renten- und ggf. Krankenversicherung an die Minijob-Zentrale. Er darf die Pauschalsteuer auch auf Sie als Arbeitnehmer abwälzen, also von Ihrem Nettolohn abziehen.

Ergibt sich bei Zusammenrechnung mehrerer geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse ein Monatsbetrag von über € 400, darf der Arbeitslohn nicht mit 2 %, sondern nur mit 20 % pauschal versteuert werden (§ 40 a Abs. 2a EStG).

In der Steuererklärung brauchen Sie den pauschal versteuerten Arbeitslohn nicht anzugeben, da er für Sie nicht steuerpflichtig ist. Andererseits kann die gezahlte Pauschalsteuer aber auch nicht auf Ihre Einkommensteuerschuld angerechnet und ggf. erstattet werden, auch wenn diese auf Sie abgewälzt wurde. Ihre Aufwendungen im Zusammenhang mit dem pauschal versteuerten 400-Euro-Job (z.B. Fahrtkosten) können Sie nicht als Werbungskosten geltend machen.

Impressum AGB Kontakt Mediadaten Datenschutz
Seitenanfang