Dienstag, 07.09.2010

OECD: Bessere Steuerprüfung würde Staat Milliarden bringen

12.07.2010

Eine schärfere Steuerprüfung vor allem von Banken würde dem deutschen Staat nach Ansicht der OECD mehrere Milliarden Euro pro Jahr bescheren. Es liege ein "enormes Potenzial brach, um durch einen besseren Steuervollzug den Defizitabbau zu unterstützen", sagte der Leiter der Steuerabteilung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Jeffrey Owens, der "Berliner Zeitung". Es gehe dabei nicht um ein oder zwei Milliarden, sondern um "viele, viele Milliarden Euro", sagte er.

Der Steuerexperte der internationalen Organisation kritisierte insbesondere die Umgehungsmöglichkeiten für Banken. "Effektiv zahlen Banken weniger Steuern als andere Branchen. Sie haben mehr Gestaltungsmöglichkeiten, um die Steuerlast zu reduzieren." Der Finanzexperte rief dazu auf, die Steuerverwaltung von Sparanstrengungen auszunehmen und sogar auszubauen: "Investitionen in die Steuerverwaltung sind Investitionen mit hohen Renditen." So gingen die Regierungen in Australien, Irland oder Großbritannien alle davon aus, dass sie "durch einen besseren Steuervollzug die Einnahmen mindestens um 20 Prozent steigern können".

© AFP - Agence France Presse

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