Wer in der Alten- und ambulanten Krankenpflege arbeitet, soll künftig mehr Geld und mehr Urlaub bekommen. Hierfür hat das Bundeskabinett den Weg freigemacht.

Für alle, die in der Altenpflege tätig sind, ob Hilfs- oder Pflegefachkraft, sollen künftig höhere Mindestlöhne gelten. Das regelt eine Verordnung des Bundearbeitsministeriums, mit der sich das Bundeskabinett befasst hat.

Für Pflegehilfskräfte sollen ab 01.05.2020 die Mindestlöhne in vier Schritten bis zum 01.04.2022 auf im Osten und im Westen einheitliche 12,55 Euro pro Stunde steigen. Bereits ab dem 01.09.2021 soll es keine regional unterschiedlichen Pflegemindestlöhne mehr geben.

Die Pflegekommission habe darüber hinaus zum ersten Mal einen Mindestlohn für qualifizierte Pflegehilfskräfte und für Pflegefachkräfte festgelegt, so die Bundesregierung: Für qualifizierte Hilfskräfte mit einer einjährigen Ausbildung werde ab 01.04.2021 ein Mindestlohn von 12,50 Euro (im Westen) beziehungsweise 12,20 Euro (im Osten) gelten. Ab 01.04.2022 seien es dann in Ost und West 13,20 Euro.

Pflegefachkräfte mit dreijähriger Ausbildung würden ab dem 01.07.2021 bundesweit mindestens 15 Euro erhalten, ab dem 01.04.2022 solle der Mindestlohn 15,40 Euro betragen.

Zusätzlich zum gesetzlichen Urlaubsanspruch soll es für alle Beschäftigte in der Pflege weitere bezahlte Urlaubstage geben: bei Beschäftigten mit einer Fünf-Tage-Woche für das Jahr 2020 fünf Tage. Für die Jahre 2021 und 2022 werde der Anspruch auf jeweils sechs zusätzliche Tage steigen.

Bundesregierung, PM vom 22.04.2020


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