Hinterbliebenenversorgung darf nicht von Mindestehedauer von zehn Jahren abhängig gemacht werden

Eine in Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthaltene Versorgungsregelung, nach der die Hinterbliebenenversorgung entfällt, wenn im Zeitpunkt des Todes des Versorgungsberechtigten die Ehe nicht mindestens zehn Jahre bestanden hat, benachteiligt den unmittelbar Versorgungsberechtigten unangemessen und ist daher nach § 307 Absatz 1 Satz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) unwirksam. Dies stellt das Bundesarbeitsgericht (BAG) klar.


Leistungen der Verhinderungspflege können nur bei Abwesenheit der Pflegeperson gezahlt werden

Leistungen der Verhinderungspflege können nur bei Abwesenheit der Pflegeperson gezahlt werden, nicht aber bei einer (Urlaubs-)Abwesenheit der zu pflegenden Person. Dies hat das Sozialgericht (SG) Detmold im Fall einer 42-jährigen, Pflegebedürftigen entschieden, die in einer Einrichtung des betreuten Wohnens lebt und sich an den Wochenenden und Feiertagen bei ihren Eltern aufhält.


Praktikum: Grundsätzlich kein Anspruch auf Mindestlohn

Praktikanten haben keinen Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn, wenn sie das Praktikum zur Orientierung für eine Berufsausbildung oder für die Aufnahme eines Studiums leisten und es eine Dauer von drei Monaten nicht übersteigt. Das Praktikum kann jedenfalls aus Gründen in der Person des Praktikanten rechtlich oder tatsächlich unterbrochen und um die Dauer der Unterbrechungszeit verlängert werden, wenn zwischen den einzelnen Abschnitten ein sachlicher und zeitlicher Zusammenhang besteht und die Höchstdauer von drei Monaten insgesamt nicht überschritten wird. Dies stellt das Bundesarbeitsgericht (BAG) klar.