Akademische Arbeitsgemeinschaft Verlag Wolters Kluwer Deutschland GmbH

Wann ein Zweithaushalt steuerlich anerkannt wird

Eigener Hausstand und Lebensmittelpunkt am Wohnort

Eine doppelte Haushaltsführung liegt erst dann vor, wenn Ihre auswärtige Beschäftigung nicht mehr als Auswärtstätigkeit zu werten ist.

Eigener Hausstand erforderlich

An einem Ort außerhalb des Ortes Ihrer ersten Tätigkeitsstätte müssen Sie eine abgeschlossene Wohnung besitzen, in der ein eigener Hausstand geführt wird (R 9.11 Abs. 1 Satz 1 LStR 2015). Das ist Ihr Heimatort. Ein eigener Hausstand setzt eine eingerichtete, Ihren Lebensbedürfnissen entsprechende Wohnung voraus. An dieser müssen Sie ein Nutzungsrecht haben, etwa aufgrund eines Mietvertrages oder wegen Eigentums, auch zusammen mit einer anderen Person (z.B. Ehegatte, Lebenspartner, Verwandter). Ist an Ihrer Wohnung zugunsten eines Familienangehörigen ein Nießbrauch bestellt worden, muss gesichert sein, dass Sie die Wohnung nicht nur vorübergehend nutzen können (BFH-Urteil vom 4.11.2003, VI R 170/99, BStBl. 2004 II S. 16).

Ein eigener Hausstand kann sogar vorliegen, wenn Ihr Lebenspartner die Wohnung allein gemietet hat, Sie sich aber dauerhaft dort aufhalten (BFH-Beschluss vom 18.11.2008, VI B 37/08, BFH/NV 2009 S. 563). Unerheblich ist auch, ob die Räume über eine eigene Küche verfügen oder nur mit Mikrowelle und Kühlschrank ausgestattet sind (BFH-Urteil vom 28.10.2009, VIII R 13/09, BFH/NV 2010 S. 411). Ein eigener Hausstand liegt nicht vor, wenn Sie im Haushalt der Eltern nur eingegliedert sind, ohne diesen mitzubestimmen (BFH-Urteil vom 28.3.2012, VI R 87/10, BStBl. 2012 II S. 800), oder sich dort lediglich zu Besuch aufhalten (BFH-Beschluss vom 2.2.2010, VI B 117/09, BFH/NV 2010 S. 879).

Der Steuerpflichtige muss sich seit 2014 ferner an den Kosten der Lebensführung der Wohnung am Heimatort finanziell beteiligen (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 EStG). Das ist der Fall, wenn er mehr als 10 % der laufenden Haushaltskosten für Miete, Lebensmittel usw. trägt (BMF-Schreiben vom 30.9.2013, BStBl. 2013 I S. 1279Rz. 94). Das muss nachweisbar sein, am besten durch monatliche Überweisungen. Es genügt, wenn Sie die Mittel dazu von einer dritten Person erhalten, z.B. von Ihren Eltern.

Es genügt somit nicht, wenn z. B in der Eigentumswohnung oder dem Einfamilienhaus der Eltern vom Arbeitnehmer lediglich ein oder mehrere Zimmer unentgeltlich bewohnt werden oder eine Wohnung im Zweifamilienhaus der Eltern unentgeltlich genutzt wird (BMF-Schreiben vom 24.10.2014, BStBl. 2014 I S. 1412Rz. 100). Auch bei volljährigen Kindern kann in diesem Fall ab 2014 eine finanzielle Beteiligung nicht allgemein unterstellt werden. Bei Ehepartnern mit den Steuerklassen III, IV oder V kann das Finanzamt ohne entsprechenden Nachweis eine finanzielle Beteiligung unterstellen (BMF-Schreiben vom 24.10.2014, BStBl. 2014 I S. 1412Rz. 100).

Lebensmittelpunkt in der Hauptwohnung

Als zweite Voraussetzung neben dem eigenen Hausstand muss die Hauptwohnung am Heimatort der Lebensmittelpunkt sein, nicht die Zweitwohnung am Arbeitsort (BFH-Beschluss vom 27.5.2009, VI B 162/08, BFH/NV 2009 S. 1435). Nicht entscheidend ist, wo Sie mit Haupt- oder Nebenwohnsitz gemeldet sind (BFH-Urteil vom 30.10.2008, VI R 10/07, BStBl. 2009 II S. 153).

Bei Verheirateten ist der Lebensmittelpunkt grundsätzlich dort, wo der Ehepartner und – wenn auch nicht notwendigerweise – die minderjährigen Kinder sich aufhalten und wohnen (BFH-Beschluss vom 1.2.2012, VI B 88/11, BFH/NV 2012 S. 945). Das Finanzamt verlangt mindestens sechs Heimfahrten im Jahr (R 9.10 Abs. 1 Satz 5 LStR 2015), anzugeben in der Steuererklärung. Bei einer Hauptwohnung in größerer Entfernung, insbesondere im Ausland, genügt eine Heimfahrt im Jahr bzw. alle zwei Jahre bei entfernten Ländern (R 9.11 Abs. 3 Satz 5 f. LStR 2015), wenn in der Wohnung auch bei Abwesenheit des Arbeitnehmers hauswirtschaftliches Leben herrscht, an dem sich der Arbeitnehmer persönlich und finanziell beteiligt.

Das Zusammenleben berufstätiger Ehegatten während der Woche in der Zweitwohnung führt für sich genommen noch nicht zu einer Verlagerung des Lebensmittelpunktes an den Arbeitsort (BFH-Urteil vom 8.10.2014, VI R 16/14, BStBl. 2015 II S. 511). Es kommt vielmehr auf die Anzahl der Aufenthalte in der Zweit- und der Heimatwohnung an sowie auf die Ausstattung und Größe der beiden Wohnungen und an welchem Ort schwerpunktmäßig die sozialen Kontakte stattfinden. Das Urteil ist auch auf unverheiratete Paare anwendbar.

Bei Alleinstehenden befindet sich der Lebensmittelpunkt dort, wo sie die engeren persönlichen Beziehungen haben (BFH-Urteil vom 9.8.2007, VI R 10/06, BStBl. 2007 II S. 820). Das ist dort, wo beispielsweise Eltern oder Verlobte(r) leben, der Freundes- und Bekanntenkreis ist, Mitgliedschaften in Vereinen bestehen, politische, künstlerische oder andere Aktivitäten ausgeübt werden. Einer Arbeitnehmerin wurde die doppelte Haushaltsführung anerkannt, die ihren Lebensmittelpunkt in der Wohnung ihres Freundes außerhalb ihres Arbeitsortes hatte. Unschädlich war, dass sie keinen finanziellen Beitrag zur gemeinsamen Haushaltsführung leistete und bei ihrem Freund vor der Heirat auch nicht gemeldet war (FG Münster vom 20.12.2011, 1 K 4150/08, EFG 2012 S. 504).

Die Frage des Lebensmittelpunktes prüft das Finanzamt nicht näher, wenn Sie im Durchschnitt mindestens zweimal monatlich nach Hause fahren (R 9.10 Abs. 1 Satz 8 LStR 2015). Die Heimfahrten müssen Sie glaubhaft machen können (FG München vom 7.3.2007, 5 K 4412/05 ). Aufgrund der besonderen Umstände reichten bei einem studierenden Zeitsoldaten auch 14 Heimfahrten im Jahr (FG München vom 30.12.2005, 1 K 4382/04 ) und bei einer alleinstehenden Ärztin 12 Heimfahrten mit 86 Tagen Aufenthalt zu Hause (FG Saarland vom 20.10.2009, 2 K 1128/07, EFG 2010 S. 139).

Die Anzahl der durchgeführten Fahrten zum Lebensmittelpunkt ist zwar ein gewichtiges Indiz für die Anerkennung einer doppelten Haushaltsführung, jedoch nicht das allein entscheidende Kriterium für die steuerliche Anerkennung. Je länger aber die auswärtige Beschäftigung bei einem Alleinstehenden dauert, um so mehr spricht dafür, dass der Lebensmittelpunkt an den Beschäftigungsort verlegt worden ist (BFH-Urteil vom 9.8.2007, VI R 10/06, BStBl. 2007 II S. 820).

Zweitwohnung am Ort Ihrer ersten Tätigkeitsstätte

Es muss eine Zweitunterkunft (doppelter Haushalt) am Ort Ihrer ersten Tätigkeitsstätte oder in dessen Nähe vorhanden sein (R 9.11 Abs. 4 LStR 2015). Es gibt nur dann keine Probleme mit dem Finanzamt, wenn die Zweitwohnung zum Arbeitsplatz weniger als die Hälfte der kürzesten Straßenverbindung zwischen der Hauptwohnung am Heimatort und dem Arbeitsplatz entfernt ist (BMF-Schreiben vom 24.10.2014, BStBl. 2014 I S. 1412Rz. 101). Das gilt auch, wenn sich Ihr eigener Hausstand (Hauptwohnung) und die Zweitwohnung in der gleichen Großstadt bzw. Gemeinde befinden. Anderenfalls wird vom Finanzamt die Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes gemäß der BFH-Rechtsprechung geprüft. Demnach muss der Arbeitsplatz von der Zweitwohnung noch in zeitlich zumutbarer Weise erreicht werden können (BFH-Urteil vom 19.4.2012, VI R 59/11, BStBl. 2012 II S. 833).

Eine doppelte Haushaltsführung besteht jedoch nicht, wenn der auswärtige Arbeitsort keine ersten Tätigkeitsstätte ist (z.B. bei befristeter Abordnung oder Einsatzwechseltätigkeit); dann liegt eine Auswärtstätigkeit mit Übernachtung vor.

Die Zweitwohnung muss Ihnen jederzeit zur Verfügung stehen, also fest angemietet, unentgeltlich bereitgestellt oder Ihr Eigentum sein. Wie oft Sie dort tatsächlich übernachten, spielt keine Rolle (R 9.11 Abs. 1 Satz 1 LStR 2015). Gelegentliche Hotelübernachtungen sind keine doppelte Haushaltsführung, weshalb es hier keine Verpflegungspauschbeträge gibt; die Übernachtungskosten sind aber als normale Werbungskosten absetzbar (BFH-Urteil vom 5.8.2004, VI R 40/03, BStBl. 2004 II S. 1074).

Als doppelter Haushalt infrage kommen: möbliertes Zimmer, Mietwohnung, Eigentumswohnung, eigenes Haus, Gemeinschaftsunterkunft (z.B. Kaserne bei Soldaten), Übernachtungsmöglichkeit bei Freunden oder Bekannten (wenn Sie dort regelmäßig übernachten), ein für eine gewisse Dauer abgestellter Wohnwagen (nicht aber ein mitgeführtes Wohnmobil: FG Rheinland-Pfalz vom 23.7.2008, 2 K 1238/08 ).

Berufliche veranlasste Zweitwohnung

Entscheidend für die Anerkennung Ihrer doppelten Haushaltsführung ist, dass ihre Begründung beruflich veranlasst ist. In den folgenden Fällen wurde ein doppelter Haushalt steuerlich anerkannt:

Gründung eines Zweithaushalts am auswärtigen Beschäftigungsort

Fall 1: Sie nehmen eine erstmalige oder neue Beschäftigung auf oder werden versetzt (R 9.11 Abs. 2 Satz 1 LStR 2015).

Fall 2: Sie pendeln zunächst und beziehen erst später eine Zweitwohnung am Arbeitsort (BFH-Urteil vom 9.3.1979, VI R 223/77, BStBl. 1979 II S. 520).

Fall 3: Sie und Ihr Ehepartner arbeiten beide an einem auswärtigen Beschäftigungsort und beziehen dort eine gemeinsame Zweitwohnung (R 9.11 Abs. 2 Satz 2 LStR 2015).

Fall 4: Sie und Ihr Ehepartner arbeiten an verschiedenen Orten und beziehen jeder eine eigene Zweitwohnung (H 9.11 Ehegatten LStH 2014).

Fall 5: Sie ziehen am Beschäftigungsort in eine andere Wohnung, weil Ihnen der Vermieter gekündigt hat (FG Berlin-Brandenburg vom 22.6.2011, 9 K 9079/08 ).

Fall 6: Sie müssen wegen Bereitschaftsdienstes in der Nähe der Arbeitsstelle wohnen ( Schmidt/Drenseck, EStG-Kommentar, 30. Auflage 2011, § 9 EStG Rz. 147).

Die doppelte Haushaltsführung ist auch dann beruflich veranlasst, wenn Sie am Beschäftigungsort eine Wohngemeinschaft mit anderen Personen als Zweitwohnung eingehen (BFH-Urteil vom 28.3.2012, VI R 25/11, BStBl. 2012 II S. 831).

Aufspaltung des Haushalts durch Wegverlegung des Hauptwohnsitzes

Fall 1: Sie verlegen Ihre Hauptwohnung an einen anderen Ort, weil Ihr Ehepartner dort beschäftigt ist. Dann ist die beibehaltene Wohnung an Ihrem Beschäftigungsort beruflich veranlasst (BFH-Urteil vom 2.10.1987, VI R 149/84, BStBl. 1987 II S. 852).

Fall 2: Sie und Ihr Ehepartner sind berufstätig und leben bisher jeder in einer eigenen Wohnung. Sie gründen später einen gemeinsamen Familienwohnsitz (BFH-Urteil vom 30.10.2008, VI R 10/07, BStBl. 2009 II S. 153).

Fall 3: Sie verlegen Ihre Familienwohnung innerhalb eines Ortes oder einer Gemeinde, wohnen aber weiterhin am auswärtigen Beschäftigungsort. Das gilt für verheiratete, ledige und in Trennung lebende Arbeitnehmer (BFH-Urteil vom 4.4.2006, VI R 11/02, BStBl. 2006 II S. 714).

Fall 4: Sie und Ihr Lebensgefährte arbeiten und wohnen an verschiedenen Orten und machen anlässlich Ihrer Heirat (BFH-Urteil vom 6.3.2008, VI R 3/05, BFH/NV 2008 S. 314) oder wegen der Geburt eines gemeinsamen Kindes (BFH-Urteil vom 15.3.2007, VI R 31/05, BStBl. 2007 II S. 533) eine der beiden Wohnungen oder eine neue Wohnung zum gemeinsamen Familienhausstand.

Fall 5: Sie verlegen Ihre Hauptwohnung aus privaten Gründen vom Beschäftigungsort weg und nutzen dort Ihre alte oder eine neue Wohnung als Zweithaushalt weiter (ein lediger Angestellter verlegt seinen Lebensmittelpunkt zu seiner Partnerin an einen anderen Ort: BFH-Urteil vom 5.3.2009, VI R 23/07, BStBl. 2009 II S. 1016; eine Familie verlegt ihren Wohnsitz zurück an ihren Heimatort: BFH-Urteil vom 5.3.2009, VI R 58/06, BStBl. 2009 II S. 1012).

Die Finanzverwaltung verlangt aber im Fall 5, dass die Wegverlegung des Lebensmittelpunktes voraussichtlich auf Dauer erfolgt (R 9.11 Abs. 2 Satz 6 LStR 2015). Ist das nicht der Fall, z.B. wenn eine Familie lediglich in den Sommermonaten ihren Lebensmittelpunkt in ein Ferienhaus verlegt, liegen nur normale Fahrten von der Wohnung zur regelmäßigen Arbeitsstätte vor, aber kein Mehraufwand wegen doppelter Haushaltsführung (BMF-Schreiben vom 10.12.2009, BStBl. 2009 I S. 1599).

Entsteht durch die private Wegverlegung eine beruflich veranlasste doppelte Haushaltsführung, sind die Kosten für den Umzug vom Arbeitsort weg nicht als Werbungskosten abziehbar (R 9.11 Abs. 9 Satz 4 LStR 2015; BFH-Beschluss vom 9.1.2008, VI B 79/07, BFH/NV 2008 S. 566) und es können grundsätzlich auch für die ersten drei Monate nach Begründung der doppelten Haushaltsführung keine Verpflegungsmehraufwendungen berücksichtigt werden (BMF-Schreiben vom 10.12.2009, BStBl. 2009 I S. 1599).

Bei privater Veranlassung zumindest Fahrtkostenabzug

Die Zweitwohnung ist privat veranlasst, wenn sie zum Beispiel wegen Familienstreits oder einer bevorstehenden Trennung bezogen wird. Dann können Sie zumindest Ihre Fahrten von der Zweitwohnung und von der weiter entfernten Hauptwohnung zum Arbeitsplatz mit der Entfernungspauschale absetzen, aber keine Kosten für Unterkunft und Verpflegung.

Schädlich ist es auch, wenn die Zweitwohnung von einem unterhaltsberechtigten Angehörigen (z.B. Sohn oder Tochter) mitgenutzt wird (FG Münster vom 15.11.2013, 14 K 1196/10 E, EFG 2014 S. 257).

Behalten Sie eine zunächst beruflich begründete doppelte Haushaltsführung fortan aus privaten Gründen bei, etwa weil Ihre Kinder am Heimatort die Schule nicht wechseln sollen, ändert das nichts an der beruflichen Veranlassung Ihres Zweithaushalts am Arbeitsort (BFH-Urteil vom 30.9.1988, VI R 157/85, BStBl. 1989 II S. 103).

Welche Aufwendungen sind absetzbar?

Abzug zeitlich unbegrenzt möglich

Als Werbungskosten abziehbar sind ohne zeitliche Begrenzung alle notwendigen Mehraufwendungen, die wegen einer aus beruflichem Anlass begründeten doppelten Haushaltsführung entstehen (§ 9 Abs. 1 Nr. 5 EStG). Ihre Mehraufwendungen tragen Sie auf der Seite 3 der Anlage N Ihrer Steuererklärung ein.

Fahrtkosten

Abgezogen werden können die erste Fahrt zu Beginn und die letzte Fahrt am Ende der doppelten Haushaltsführung mit der Reisekostenpauschale oder dem tatsächlichen Kilometersatz, wenn Sie mit dem privaten Kfz (eigener oder geliehener Pkw, aber kein Dienstwagen) fahren (R 9.11 Abs. 6 Nr. 1 LStR 2015). Reisenebenkosten können zusätzlich geltend gemacht werden (z.B. Park- oder Mautgebühren). Die nachgewiesenen Kosten öffentlicher Verkehrsmittel werden in voller Höhe anerkannt.

Ferner ist maximal eine Heimfahrt pro Woche mit der Entfernungspauschale unbegrenzt (d.h. kein Höchstbetrag für Bahnfahrer) und – außer für Heimflüge – verkehrsmittelunabhängig (gilt daher auch für Mitfahrer bei Fahrgemeinschaften) für die kürzeste Straßenverbindung abziehbar (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 Satz 4 EStG). Eine Ausnahme gilt für bestimmte Behinderte. Die Begrenzung auf eine Heimfahrt pro Woche gilt auch, wenn Sie aufgrund von Schicht- oder Blockdienst öfter nach Hause fahren (FG Rheinland-Pfalz vom 25.3.1991, 7 K 1610/89, EFG 1991 S. 664).

Ob Ihnen Aufwendungen für die Familienheimfahrten entstehen oder ob Sie kostenlos von Verwandten abgeholt werden oder bei einer Fahrgemeinschaft Mitfahrer sind, spielt für den Abzug keine Rolle (BFH-Urteil vom 18.4.2013, VI R 29/12, DStR 2013 S. 1373). Ausnahme: Bei Nutzung eines Firmenwagens dürfen Sie für die wöchentliche Heimfahrt keine Werbungskosten geltend machen (R 9.11 Abs. 6 Nr. 2 LStR 2015; bestätigt durch BFH-Urteil vom 28.2.2013, VI R 33/11, BStBl. 2013 II S. 629).

Zwischenheimfahrten bei Einsatzwechseltätigkeit oder befristeter Abordnung sind dagegen mit der Reisekostenpauschale absetzbar, weil keine doppelte Haushaltsführung vorliegt (H 9.5 Allgemeines LStH 2014).

Für Heimflüge dürfen jedoch für die reine Flugstrecke nur die tatsächlichen Ticketkosten angesetzt werden (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 Satz 5 EStG).

Machen Sie Ihre Heimfahrten nicht auf der Seite 2 der Anlage N bei den Fahrten zur Arbeit, sondern auf der Seite 3 in der Zeile Wöchentliche Heimfahrten geltend. Anerkannt werden natürlich nur Heimfahrten, die tatsächlich durchgeführt wurden.

Ihre täglichen Fahrten zwischen Zweitwohnung und Arbeitsplatz sind normale Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte. Diese Fahrten sind auf der Seite 2 der Anlage N oben einzutragen.

Die Kosten eines Unfalls auf einer Familienheimfahrt sind zusätzlich zur Entfernungspauschale absetzbar.

Fahren nicht Sie am Wochenende nach Hause, sondern fährt stattdessen Ihre Familie (Ehegatte und minderjährige Kinder) zu Ihnen an den Beschäftigungsort (sog. umgekehrte Heimfahrt), sind die Fahrt- oder Flugkosten bei Ihnen nicht als Werbungskosten absetzbar (BFH-Beschluss vom 2.2.2011, VI R 15/10, BStBl. 2011 II S. 456). Ausnahme: Sie haben berufliche Gründe wie z.B. Sonntags- oder Bereitschaftsdienst an der Heimfahrt gehindert (BFH-Urteil vom 28.1.1983, VI R 136/79, BStBl. 1983 II S. 313). Nicht anerkannt werden aber Aufwendungen für Unterkunft und Verpflegung der Familienangehörigen.

Telefongespräche mit der Familie sind nur dann abziehbar, wenn an einem Wochenende keine Heimfahrt unternommen wird. Das Finanzamt akzeptiert dann die Kosten für ein Ferngespräch mit Angehörigen in der Heimatwohnung von in der Regel 15 Minuten Dauer.

Fahren Sie mehr als einmal pro Woche nach Hause, dürfen Sie anstelle der Mehraufwendungen wegen doppelter Haushaltsführung auch die Fahrtkosten für sämtliche Heimfahrten als Fahrten zwischen zwei Wohnungen und Arbeitsstätte mit der Entfernungspauschale absetzen (R 9.11 Abs. 5 Satz 2 LStR 2015). Dann gilt allerdings für Nicht-Pkw-Fahrer die Höchstgrenze für Fernpendler von 4.500,00 € und der Ansatz von Verpflegungspauschbeträgen und Kosten der Zweitwohnung ist nicht zulässig. Außerdem sind von den Fahrtkosten steuerfreie Zuschüsse des Arbeitgebers bzw. der amtliche Sachbezugswert für eine kostenlos oder verbilligt gewährte Unterkunft des Arbeitgebers abzuziehen.

Dieses Wahlrecht dürfen Sie für jede doppelte Haushaltsführung aufs Neue ausüben. Innerhalb derselben doppelten Haushaltsführung aber ist die Wahl nur einmal pro Jahr möglich (R 9.11 Abs. 5 Satz 3 LStR 2015).

Verpflegungskosten

Verpflegungskosten können nur für die ersten drei Monate nach Bezug der Zweitwohnung geltend gemacht werden, und das auch nur mit Pauschbeträgen (§ 9 Abs. 4a Satz 12 EStG). Dies gilt für einen doppelten Haushalt in Deutschland oder im Ausland und auch im Fall beiderseits berufstätiger Ehegatten (BFH-Urteil vom 8.7.2010, VI R 10/08, BStBl. 2011 II S. 32).

Verpflegungspauschbeträge ab 2014 (§ 9 Abs. 4a Satz 12 EStG)

Dauer der Abwesenheit von der Hauptwohnung

Zweitwohnung in Deutschland

volle 24 Stunden

24,00 €

über 8 bis unter 24 Stunden

8 Stunden oder weniger

12,00 €

kein Pauschbetrag

Für den Anreisetag und Abreisetag zu und von der Hauptwohnung (z.B. freitags und sonntags) gibt es unabhängig von der Abwesenheitsdauer die Pauschale von 12,00 €.

Frau Krause hat eine doppelte Haushaltsführung. Sie fährt freitags an ihren Heimatort zurück und kommt dort gegen 20:00 Uhr an. Sonntagabend fährt sie gegen 18:00 Uhr wieder zurück an ihren Arbeitsort und erreicht ihre Zweitwohnung vor 24:00 Uhr. An Verpflegungspauschbeträgen kann sie in den ersten drei Monaten seit Beginn der doppelten Haushaltsführung von Montag bis Donnerstag täglich 24,00 € und für Freitag (Abreisetag) und Sonntag (Anreisetag) jeweils 12,00 € geltend machen, für Samstag nichts.

Für eine doppelte Haushaltsführung im Ausland gibt es gesonderte Übernachtungspauschbeträge, die vom Programm automatisch berücksichtigt werden (BMF-Schreiben vom 11.11.2013, BStBl. 2013 I S. 1467).

Ist Ihr Ehegatte am selben Ort wie Sie beschäftigt, kann jeder von Ihnen die vollen Verpflegungspauschbeträge geltend machen (BMF-Schreiben vom 8.3.1995, BStBl. 1995 I S. 168Tz. 4).

Die Ausführungen zur Dreimonatsfrist bei Auswärtstätigkeit gelten entsprechend. Die Drei-Monats-Frist beginnt von Neuem, wenn der auswärtige Beschäftigungsort gewechselt und auch die Zweitwohnung an den neuen Arbeitsort verlegt wird oder wenn die auswärtige Beschäftigung durch eine vorübergehende Tätigkeit an einer anderen Arbeitsstelle von mindestens vier Wochen unterbrochen wird (§ 9 Abs. 4a Satz 7 EStG). Für den Neubeginn der Frist ist die Aufgabe der Zweitwohnung nicht erforderlich, sondern nur, dass in der Zweitwohnung kein Haushalt mehr geführt wird (BFH-Urteil vom 8.7.2010, VI R 15/09, BStBl. 2011 II S. 47). Das hat die Finanzverwaltung inzwischen akzeptiert und die LStR entsprechend geändert.

Ist eine Auswärtstätigkeit vorangegangen, für die Sie bereits Verpflegungspauschbeträge abgesetzt haben, wird diese Zeit auf die Drei-Monats-Frist angerechnet (R 9.11 Abs. 7 Satz 2 LStR 2015). Wird bei bestehender doppelter Haushaltsführung eine Auswärtstätigkeit unternommen, wird von beiden Möglichkeiten der höchste Verpflegungspauschbetrag gewährt (R 9.6 Abs. 2 LStR 2015).

Verpflegungsmehraufwendungen können auch für die ersten drei Monate nach einer privaten Verlegung der Hauptwohnung weg vom Arbeitsort geltend gemacht werden (BFH-Beschluss vom 8.10.2014, VI R 7/13, DStR 2014 S. 2557). Die Finanzverwaltung will dagegen die Dauer des unmittelbar vorausgegangenen Aufenthalts am Ort der Zweitwohnung auf die Frist anrechnen (R 9.11 Abs. 7 Satz 3 LStR 2015).

Aufwendungen für die Zweitwohnung

Als Aufwendungen für die Zweitwohnung am auswärtigen Beschäftigungsort können Sie Ihre tatsächlich entstandenen Kosten als Werbungskosten geltend machen. Ein Ansatz von Übernachtungspauschbeträgen ist nicht möglich. Bei einer Mietwohnung sind die gezahlte Miete plus Nebenkosten abziehbar sowie Renovierungskosten, Maklerprovision, Inseratskosten, Gerichts- und Anwaltskosten wegen eines Mietrechtsstreits, ebenso die Zweitwohnungsteuer.

Seit 2014 werden die tatsächlichen Kosten der Zweitunterkunft – ob Mietwohnung oder Eigenheim – am Ort der ersten Tätigkeitsstätte im Inland nur bis maximal 1.000,00 € pro Monat als Werbungskosten anerkannt (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 Satz 4 EStG). Der Höchstbetrag wird nicht zeitanteilig gekürzt, wenn die doppelte Haushaltsführung mitten im Monat beginnt.

Zu den Unterkunftskosten rechnen auch die Stellplatzmiete und die Einrichtungskosten (BMF-Schreiben vom 24.10.2014, BStBl. 2014 I S. 1412Rz. 103 und 104), nicht aber die Kosten eines häuslichen Arbeitszimmers in der Zweitwohnung, da diese getrennt absetzbar sind.

Näheres zum Begriff der ersten Tätigkeitsstätte findet sich im Kapitel zur Entfernungspauschale.

Soweit Sie den Höchstbetrag von 1.000,00 € in einem Monat nicht ausschöpfen, muss das Finanzamt das nicht ausgeschöpfte Volumen in andere Monate desselben Kalenderjahres übertragen. Das kann nützlich sein, wenn Sie etwa wegen in einem Monat anfallender Reparaturkosten oder wegen einer Mieterhöhung über die Grenze von 1.000,00 € Wohnungskosten kommen. Dann können Sie die nicht ausgeschöpfte Obergrenze anderer Monate nutzen. Ein Übertrag nicht ausgeschöpfter Obergrenzen in das Folgejahr ist nicht möglich.

Betragen im November 2015 die Unterkunftskosten 800,00 € und im Dezember 2015 1.200,00 €, sind für beide Monate zusammen 2.000,00 € absetzbar.

Beziehen mehrere berufstätige Arbeitnehmer (z.B. berufstätige Ehepartner, Lebenspartner, Mitglieder einer Wohngemeinschaft) eine gemeinsame Zweitwohnung, kann jeder den Höchstbetrag für die tatsächlich von ihm getragenen Aufwendungen jeweils für sich beanspruchen (BMF-Schreiben vom 24.10.2014, BStBl. 2014 I S. 1412Rz. 106).

Die Zweitunterkunft muss nicht direkt am Ort der ersten Tätigkeitsstätte liegen. Es genügt, wenn die Entfernung zum Arbeitsplatz weniger als die Hälfte der kürzesten Straßenverbindung zwischen der Hauptwohnung am Heimatort und dem Arbeitsort beträgt. Anderenfalls vermutet das Finanzamt eine private Mitveranlassung des Zweitwohnsitzes.

Frau Althammer hat ihren eigenen Hausstand im Ort H und in der Stadt T ihre erste Tätigkeitsstätte. Die Entfernung von H (Mittelpunkt der Lebensinteressen) nach T beträgt 250 km. Frau Althammer findet im Ort Z eine günstige Zweitwohnung. Die Entfernung von dieser Zweitwohnung in Z nach T (erste Tätigkeitsstätte) beträgt 70 km. Auch wenn die Zweitwohnung immerhin 70 km von T entfernt liegt, wird sie als doppelter Haushalt steuerlich anerkannt, da sie weniger als die Hälfte der Entfernung von der Hauptwohnung in H zum Arbeitsplatz in T entfernt liegt (1/2 von 250 km = 125 km).

Bei Übernachtungen in einem Hotel oder einer Pension sind nur die reinen Übernachtungskosten ohne Frühstück absetzbar. Für die Kürzung der Rechnung bei Frühstück inklusive gilt das Gleiche wie bei Hotelübernachtungen im Rahmen einer Auswärtstätigkeit.

Als Eigentümer der Zweitwohnung können Sie die Aufwendungen (2 % Abschreibungen p.a., Schuldzinsen, Renovierungskosten, Nebenkosten und ggf. Zweitwohnungssteuer) bis zum o.g. Höchstbetrag von 1.000,00 € monatlich absetzen. Alternativ kann der eine Ehegatte am Beschäftigungsort des anderen Ehegatten eine Eigentumswohnung erwerben und diesem die Wohnung im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung zu fremdüblichen Bedingungen vermieten (BFH-Urteil vom 11.3.2003, IX R 55/01, BStBl. 2003 II S. 627). Dann sind die gesamten Wohnungskosten als Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung absetzbar.

Maklergebühren zählen zu den Anschaffungskosten der Wohnung und erhöhen damit die Abschreibung. Auch die separate Miete für eine Garage oder Stellplatz ist absetzbar (BFH-Urteil vom 13.11.2012, VI R 50/11, BStBl. 2013 II S. 286).

Absetzbar sind ferner Aufwendungen für notwendige Einrichtungs- und Ausstattungsgegenstände in der Zweitwohnung. Überhöhte Anschaffungskosten, z.B. für eine Einbauküche, werden vom Finanzamt auf das Angemessene gekürzt (Sächsisches FG vom 18.9.2008, 2 K 863/08, EFG 2010 S. 131). Anschaffungskosten bis zu 487,90 € (inkl. 19 % MwSt.) bzw. 410,00 € (ohne MwSt.) können im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgezogen werden. Anschaffungskosten darüber hinaus müssen über die Jahre der Nutzung abgeschrieben werden. Bei Möbelstücken wird eine Nutzungsdauer von 13 Jahren zugrunde gelegt bei Anschaffung ab 1.1.2001. Für die Ablöse einer gebrauchten Einbauküche ist eine Restnutzungsdauer von sieben Jahren angemessen (FG München vom 29.12.2003, 8 K 4428/00, EFG 2005 S. 1677), für eine Waschmaschine i.d.R. 10 Jahre (FG München vom 19.2.2008, 9 K 1524/05 ).

Der noch nicht abgeschriebene Restwert der Wohnungseinrichtung ist nicht absetzbar, wenn die doppelte Haushaltsführung früher endet (FG Düsseldorf vom 29.11.2000, 17 K 2076/97 E, EFG 2001 S. 425).

Rundfunk- und Fernsehgebühren können ebenfalls absetzbar sein (Niedersächsisches FG vom 11.3.1998, II 459/96 ). Vom FG München wurden die Kosten für einen Kabelanschluss aber nicht anerkannt (FG München vom 19.2.2008, 9 K 1524/05 ).

Erwerben Sie die Einrichtungsgegenstände schon im Jahr vor Begründung des Zweithaushaltes, müssen Sie die Anschaffungskosten bzw. die AfA im Jahr des Kaufs als vorweggenommene Werbungskosten ansetzen.

Ihre Aufwendungen für den Umzug in die Zweitwohnung sind zusätzlich zum Höchstbetrag absetzbar. In Betracht kommen insbesondere die Speditionskosten für den Transport von Mobiliar und Hausrat sowie die Kosten Ihrer Besichtigungsfahrten. Sonstige Umzugskosten müssen Sie einzeln nachweisen, da mangels Wegverlegung des Lebensmittelpunkts die Umzugskostenpauschale nicht gewährt wird (R 9.11 Abs. 9 Satz 2 LStR 2015).

Sofern der doppelte Haushalt aus beruflichem Anlass entstanden ist, sind auch die Aufwendungen für die Auflösung der Zweitwohnung und den Rückumzug abziehbar (BFH-Urteil vom 29.4.1992, VI R 146/89, BStBl. 1992 II S. 667). Auch Aufwendungen für notwendige Schönheitsreparaturen beim Auszug aus der Zweitwohnung können anerkannt werden (FG München vom 6.1.1991, 1 K 1065/88, EFG 1992 S. 187).

Was darf der Arbeitgeber steuerfrei erstatten?

Erstattet der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern Mehraufwendungen wegen doppelter Haushaltsführung, ist dies steuer- und sozialabgabenfrei bis zur Höhe der Beträge möglich, die als Werbungskosten abziehbar sind (§ 3 Nr. 13, 16 EStG). Erstattet Ihnen Ihr Arbeitgeber höhere Beträge, ist der übersteigende Teilbetrag als Arbeitslohn zu versteuern.

Ohne Nachweis der Kosten Ihrer Zweitwohnung kann Ihnen der Arbeitgeber Pauschalbeträge steuerfrei entgelten, und zwar bei einer Wohnung im Inland je Übernachtung in den ersten drei Monaten 20,00 €, danach 5,00 € (R 9.11 Abs. 10 Satz 7 Nr. 3 LStR 2015). Bei einer Zweitwohnung im Ausland kann in den ersten drei Monaten der Länder-Übernachtungspauschbetrag wie bei Auswärtstätigkeit steuerfrei erstattet werden, ab dem vierten Monat aber nur noch in Höhe von 40 %. Für eine kostenlose Unterkunft Ihres Arbeitgebers brauchen Sie nichts zu versteuern.

Das Finanzamt kürzt Ihre Werbungskosten um die steuerfreien Erstattungen Ihres Arbeitgebers. Sind darin unterschiedliche Aufwendungsarten (z.B. für Verpflegung, Unterkunft, Fahrten) zusammengefasst, müssen Sie den Gesamtbetrag auf die insgesamt errechneten Werbungskosten anrechnen. Eine Aufteilung ist nicht möglich.

Eine vom Arbeitgeber oder auf dessen Veranlassung von einem Dritten kostenlos zur Verfügung gestellte übliche Mahlzeit (Frühstück, Mittag- oder Abendessen) ist grundsätzlich in Höhe des amtlichen Sachbezugswerts steuerpflichtiger Arbeitslohn. Haben Sie Anspruch auf einen Verpflegungspauschbetrag, ist die Mahlzeit dagegen steuerfrei. Im Gegenzug wird aber der Ihnen zustehende Verpflegungspauschbetrag wie bei einer Auswärtstätigkeit gekürzt (BMF-Schreiben vom 24.10.2014, BStBl. 2014 I S. 1412Rz. 89).

Machen Sie in der Steuererklärung statt doppelter Haushaltsführung sämtliche Heimfahrten als Fahrten zwischen Wohnung und erste Tätigkeitsstätte geltend, müssen Sie die steuerfreien Zuschüsse von Ihren Fahrtkosten abziehen. Hat der Arbeitgeber Ihnen die Zweitwohnung kostenlos zur Verfügung gestellt, müssen Sie zudem Ihre Fahrtkosten um den entsprechenden Sachbezugswert kürzen.