Die Steuerpflichtigen haben 2019 erstmals die Möglichkeit, ihre Jahressteuererklärungen bis zum 31. Juli abzugeben. Die Abgabe kann damit bis zu zwei Monate später erfolgen als bisher. Die Abgabefrist für beratene Steuerpflichtige endet am 29.02.2020. Dies teilt das Finanzministerium Niedersachsen mit.

Für die Steuererklärung 2018 gelte, wie schon für 2017, dass Papierbelege, wie zum Beispiel Spendenquittungen, nicht mehr mit der Steuererklärung beim Finanzamt eingereicht werden müssen, um die Aufwendungen geltend zu machen. Die Belege seien aufzubewahren und nur auf konkrete Anforderung des Finanzamts nachzureichen, so das niedersächsische Finanzministerium.

Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) empfiehlt allen Steuerpflichtigen, die Steuererklärung elektronisch abzugeben. Das sei für alle Beteiligten vorteilhaft: Das Finanzamt müsse die Daten nicht mehr manuell eingeben und die Steuerpflichtigen könnten in den Folgejahren viele Daten aus dem Vorjahr elektronisch übernehmen. Auf die Abgabe einer Papiererklärung könne zukünftig ganz verzichtet werden. "Wir arbeiten weiter daran, die Abgabe der Steuererklärung möglichst einfach zu machen und den zeitlichen Aufwand zu minimieren. Dabei hilft uns die Digitalisierung", erklärte Hilbers.

In diesem Zusammenhang wies Hilbers darauf hin, dass die Steuersoftware "ElsterFormular" letztmalig für die Steuererklärung 2019 zur Verfügung stehe. Künftig könnten Steuerpflichtige die Steuersoftware "Mein ELSTER" nutzen. Ein Import der bisherigen Daten sei uneingeschränkt möglich. Neben der elektronischen Abgabe der Steuererklärung bestehe bei "Mein ELSTER" auch die Möglichkeit, verschiedene elektronische Anträge und Mitteilungen an das Finanzamt zu übermitteln oder Belege abzurufen. Voraussetzung sei eine vorherige Registrierung unter www.elster.de.

Finanzministerium Niedersachsen, PM vom 08.02.2019


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