Die Finanzverwaltung hat ein bundeseinheitliches Risikomanagementsystem eingeführt. Wie der Informationsdienst „steuertip“ berichtet, werden alle Steuerfälle automatisch in eine von drei Risikoklassen eingeteilt. Diese bestimmen, wie intensiv die Angaben in einer Erklärung geprüft werden.

In Risikoklasse 1 werden nach dem Bericht Einkommensteuererklärungen mit vielen Einkunftsarten, hohen Einkünften und Einkünften aus bestimmten Branchen eingeordnet. Diese Fälle prüfen die Ämter vollumfänglich.

In Risikoklasse 2 landen Fälle, die in bestimmten Punkten Auffälligkeiten aufweisen. Eine Filter-Software  prüft dazu die vom Steuerzahler eingetragenen Werte und weist den zuständigen Beamten auf die prüfungsrelevanten Sachverhalte hin

Fälle, für die der Risikofilter keinen Hinweis auswirft, werden in Risikoklasse 3 eingeordnet. Die Steuerveranlagung erfolgt in diesen Fällen ohne Prüfung durch einen Finanzbeamten automatisch.

In eine vierte Risikoklasse ordnet der Fiskus Unternehmen ein, die für eine Betriebsprüfung vorgesehen sind. 

Was bedeutet das für Sie? Wenn Sie Arbeitnehmer sind und nur geringe Werbungskosten haben, dann ist künftig nur noch der Computer für Sie zuständig. Ihre Steuererklärung wird höchstwahrscheinlich reibungslos durchgewunken. Auf Nachfragen vom Finanzamt müssen sich nur solche Steuerzahler einstellen, die hohe Werbungskosten, einzelne große Ausgabeposten oder Einkünfte in mehreren Einkunftsarten haben. Für Unternehmer und Selbstständige wird sich hingegen wenig ändern. Bei ihnen schaut der Fiskus weiterhin genauer hin.
 


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